Zwei junge Leute aus Australien steigen aufgeregt in den Hubschrauber. Zusammen mit zwei Ehepaaren aus Großbritannien, das eine Anfang 50, das andere im Rentenalter. Dieser Samstag soll ein Höhepunkt ihrer Neuseeland-Tour werden. Die Touristen wollen den atemberaubenden Fox-Gletscher mit seinen Schneefeldern und Gletscherspalten aus der Luft erkunden. Doll ist das Wetter nicht, aber wenn man schon mal vor Ort ist. . . Dann passiert die Tragödie.

Die Basis-Station alarmiert die Polizei, als der Helikopter nicht wie geplant zurückkehrt. Sofort fliegen Suchhubschrauber los. Kurz vor Mittag dann die traurige Gewissheit: Piloten entdecken den vermissten Hubschrauber in einer Gletscherspalte. Ein Rotorblatt ragt fast intakt aus dem Eis. Es ist zwar windig und entsprechend gefährlich, aber Bergungskräfte seilen sich trotzdem ab. Sie finden kein Lebenszeichen.

Wieso der 28 Jahre alte Pilot die Gewalt über den Hubschrauber verlor, ob technische oder Wetterprobleme eine Rolle spielten - man weiß es zunächst nicht. "Unsere Aufgabe ist es, die Ursachen zu ermitteln, und zu sehen, ob Lektionen daraus gelernt werden können", sagt Peter Northcote von der Behörde für Transportunfall-Untersuchungen.

Polizeiinspektor John Canning berichtet am Sonntag: "Wir haben Bergungskräfte abgeseilt und drei Leichen geborgen, aber das Wetter hat sich dermaßen verschlechtert, dass wir den Einsatz abbrechen mussten."

Die neuseeländischen Unfallermittler greifen auch auf eine Drohne zurück.