Der Widerspruch gegen eine solche Abbuchung ist unwiderruflich. Darauf weist der Bundesgerichtshof hin (Az. IX ZR 115/10).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, ging es in der Auseinandersetzung um ausstehende Zahlungen für gelieferte Baustoffe in fünfstelliger Höhe. Die laufenden Rechnungen wurden vereinbarungsgemäß nicht per Abbuchungsauftrag beglichen, sondern per Einzugsermächtigung. Als die Abnehmerin in Konkurs gegangen war, widersprach der Insolvenzverwalter allen noch ausstehenden Lastschriften und verhinderte deren Abbuchung. Dadurch sahen sich die Lieferanten um ihr Geld geprellt und klagten dagegen.

Zu Unrecht allerdings, wie die obersten Bundesrichter betonten. „Eine Einzugsermächtigung erlaubt einem Gläubiger noch nicht den automatischen Zugriff auf das Konto seines Schuldners. Sie gestattet ihm lediglich die Nutzung des von der Kreditwirtschaft entwickelten technischen Verfahrens des Lastschrifteinzugs“, erklärt Rechtsanwältin Sonja Tiedtke.

Die Einlösung einer Lastschrift wird von der Gläubigerbank immer im eigenen Namen vorgenommen und ist erst durch die nachträgliche Zustimmung des Schuldners gegenüber seiner Bank legitimiert. Im Unterschied übrigens zum Abbuchungsauftrag, wo diese Genehmigung an die Stelle einer Inhaber-Weisung tritt. Insofern ist die Schuldner-Bank hier an den Widerspruch des Insolvenzverwalters gebunden und darf die geforderten Zahlungen nicht mehr ausführen.