"Solange nicht klar ist, ob sich auch solche Hohlräume direkt unter der Straße zwischen Bernburg und Peißen durchbrechen, muss die Straße gesperrt bleiben", sagte der Präsident des Landesbergamtes, Frank Esters, am Donnerstag dem Sender MDR Info. Der riesige Krater mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Tiefe von rund 40 Metern war von spielenden Kindern entdeckt worden. Autofahrer sollten Bernburg weiträumig umfahren und die Autobahn 14 (Magdeburg-Halle) benutzen, teilt die Polizei mit. Das Landesbergamt geht davon aus, dass sich unterirdische Hohlräume im Zuge der Flutung des Bergwerks gebildet haben. Sie könnten sich über die lange Zeit bis zur Oberfläche durchgebrochen haben, sagte Behördenchef Esters. Er kündigte an, dass es in den kommenden Wochen Probebohrungen und Gespräche mit Zeitzeugen geben solle, um der Frage nachzugehen, wo Stollen und Höhlen liegen könnten, von denen eine weitere Gefahr ausgehen könne. Bereits Ende der 60er-Jahre hatte es auf dem Gelände Absenkungen gegeben. Daraufhin war die heutige Landesstraße 50 verlegt worden. Ebenfalls im Salzlandkreis hatte es im vergangenen Juni einen verheerenden Erdrutsch gegeben, bei dem in Nachterstedt zwei Häuser in den Concordia-Tagebausee stürzten. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. dpa/mar