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Gewährleistung und Garantie bestehen nebeneinander

Leipzig. Garantie und Gewährleistung werden oft in einem Atemzug genannt. Allerdings ist es nicht dasselbe. dpa

Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Der wesentliche Unterschied: Zur Gewährleistung sind Händler gesetzlich verpflichtet. Eine Garantie geben Hersteller der Waren freiwillig. Wichtig zu wissen: Garantieleistungen verdrängen die Gewährleistungsansprüche des Verbrauchers nicht.

Gewährleistung wird juristisch auch als Sachmängelhaftung bezeichnet. Das bedeutet: Der Verkäufer muss zwei Jahre ab Übergabe der Ware dafür geradestehen, dass diese einwandfrei funktioniert. Bei Mängeln müssen Kunden sich an den Händler wenden. Allerdings muss der Verbraucher beweisen, dass der Mangel schon bei der Übergabe vorhanden war. Nur in den ersten sechs Monaten nach der Übergabe der Ware dreht sich die Beweislast um. Da muss der Verkäufer beweisen, dass der Mangel nicht vorhanden war.

Die Garantieerklärung erfolgt zusätzlich und freiwillig. Auf sie hat der Verbraucher keinen Rechtsanspruch. Aus diesem Grund ist der Garantiegeber in der Ausgestaltung weitestgehend frei. Deshalb kann beispielsweise in der Garantieurkunde stehen, dass das Einschicken eines Gerätes an den Hersteller mit Kosten verbunden ist. Währenddessen trägt bei der Inanspruchnahme von Gewährleistungsrechten in der Regel der Verkäufer die Kosten.