Waagerechtspalter haben eine geringere Spaltkraft als Senkrechtspalter. Sie spalten mit etwa vier Tonnen Kraft; die Senkrechtspalter mit etwa sieben Tonnen. Die Waagerechten empfehlen sich deshalb für Kaminbesitzer, die nur ab und an Holz verfeuern. Ofenbesitzer, die den ganzen Winter über intensiv mit Holz heizen möchten, sollten eher zum größeren Spaltgerät greifen.

Nur Sicherheit des Testsiegers ist gut. Gerade trockenes Holz kann plötzlich aufplatzen, Holzteile fliegen dann unkontrolliert umher. Steht eine helfende Person neben dem Spalter, drohen Verletzungen. Einen wirklichen Schutz davor bietet keines der Geräte. Nur beim Testsieger, dem scheppach Ox 1-850, ein Senkrechtspalter, wurde die Sicherheit mit Gut bewertet. Er hat zusätzliche Sicherheitsarme, die herunterfallendes Holz abfedern. Mit 780 Euro ist der scheppach aber der mit Abstand teuerste Spalter.

Günstiger und insgesamt gut. Die Senkrechtspalter Atika ASP 8 N-400 für 490 Euro und der Güde DHH 1050/8TC für 450 Euro sind in der Anschaffung günstiger und in Handhabung sowie Konstruktion und Verarbeitung dennoch gut. Bei den Senkrechtspaltern wird das Holz auf einen Spalttisch gestellt, der Spaltkeil fährt dann von oben nach unten durch das Holz.

Kein Gerät spaltet Meterholz. Die Senkrechtspalter sollen laut Hersteller dabei sogar Hölzer von einem Meter Länge spalten. Das schaffte jedoch keiner. Das Holz verkantete sich und konnte oft nur zu zweit befreit werden. Bei einem Gewicht von 40 bis 50 Kilogramm pro Holzstück ist das mühselig und riskant.

Waagerechte sind besser für Einsteiger. Bei den Waagerechtspaltern wird das Holz auf einen Gleitschlitten gelegt und dann in den Spaltkeil hinein geschoben. Am besten löste das der Atika ASP 4-370 für 189 Euro. Er hat eine hohe Spaltkraft, lässt sich gut bedienen und ist daher auch für Einsteiger geeignet. Knapp dahinter landete der Güde Spalty W 370/4T. Er kostet 169 Euro. Alle Holzspalter werden aus Sicherheitsgründen mit zwei Händen bedient. Der Schutzbügel für die linke Hand ist bei vielen Geräten eng. Die rechte Hand am Schalter ist nicht geschützt. Bei fast allen Waagerechten liegt der Schalter soweit vorn, dass Holz darauf fallen kann. Ausnahme ist das Modell Elektra Beckum HS 5000W für 299 Euro. Bei ihm liegt der Schalter weit genug hinten. Das Holz fällt daher an der rechten Hand vorbei.

Gravierende Mängel bei zwei Modellen. In der elektrischen Sicherheit gab es bei zwei Waagerechtspaltern gravierende Mängel. Beim AL-Ko KHS 3700 für 199 Euro ist das Kabel so ungünstig positioniert, dass es durch herunterfallendes Holz im Test beschädigt wurde. Im Testverlauf sind dadurch Kupferlitzen im Kabel gebrochen. Im schlimmsten Fall kann davon das Erdungskabel betroffen sein. Tritt dann ein elektrischer Fehler auf, steht das gesamte Gerät unter Strom. Das ist lebensgefährlich.

Beim Woodster lh 45 für 149 Euro hat der Stecker keinen Spritzwasserschutz. Bei Regen kann es dadurch zu einem Stromschlag kommen. Außerdem ist das Kabel aus PVC für einen Holzspalter nicht geeignet. Das Gerät kann nicht draußen verwendet werden. Das ist mangelhaft, zumal der Hersteller nicht einmal auf dieses Problem hinweist. Ausführlich in test 12/11 von Stiftung Warentest unter www.test.de