Dazu müssten sie bei ihrem Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragen.

Die NV-Bescheinigung gilt meist für drei Jahre. Sie wird dann erteilt, wenn abzusehen ist, dass in dem Jahr keine Einkommensteuer anfällt. Wird diese Bescheinigung bei der Bank oder Sparkasse vorgelegt, werden alle Kapitalerträge ohne Steuerabzug gutgeschrieben. Zu unterscheiden ist die Bescheinigung vom Freistellungsauftrag, denn dieser stellt nur Kapitalerträge von maximal 801 Euro bei einem Ledigen steuerfrei. Für Ehegatten gilt der doppelte Betrag.

Neu seit diesem Jahr ist, dass die Banken und Sparkassen auch bei erteilten NV-Bescheinigungen dem Fiskus mitteilen, in welcher Höhe der Betreffende Kapitalerträge hatte, von denen kein Steuerabzug vorgenommen wurde. Bisher galt dies nur bei Freistellungsaufträgen. "Ziel der Neuregelung ist es, ungerechtfertigte Steuerfreistellungen aufzuspüren und zu vermeiden", erläutert Anita Käding.

www.steuerzahler.de