Der 33-Jährige hat vor mehr als sechs Jahren den Bankierssohn Jakob von Metzler entführt und getötet. Dafür verbüßt er eine lebenslange Haftstrafe. Ein Urteil des Gerichtshofs wird in diesem Jahr erwartet. Im vergangenen Jahr war Gäfgen vor dem Straßburger Gericht mit einer Grundrechtsbeschwerde gescheitert. Die entscheidenden Beweise für die Verurteilung Gäfgens seien durch Folterdrohungen der Polizei erpresst worden, sagte Anwalt Michael Heuchemer. "Er hat aus Angst vor Schmerzen gestanden und die Polizei zu dem Versteck geführt." Dies sei ein Verstoß gegen das Folterverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention. dpa/ab