Eine Geldstrafe für die Betreiber sei hier angebrachter als mehrere Millionen von Nutzern zu bestrafen, betonte Richter Xavier de Souza. Kurz nach dieser Entscheidung funktionierte der Messenger-Dienst wieder. Hintergrund der ursprünglich auf 48 Stunden verfügten Blockade ist ein Strafverfahren, in dem der Anbieter des Dienstes nicht kooperiert haben soll. Die Richterin wollte mit der Aktion die Herausgabe von Daten in einem nicht näher offen gelegten Kriminalfall erzwingen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte die Blockade des zu seinem Unternehmen gehörenden Dienstes Whatsapp scharf kritisiert. "Das ist ein trauriger Tag für Brasilien", sagte er. "Das Land war bisher ein wichtiger Verbündeter bei der Schaffung des freien Internets".