Die meisten der Opfer sind arme Tagelöhner, Rikschafahrer und Straßenhändler. Sie haben am Dienstag illegal gebrannten Schnaps getrunken. Mehrere Verdächtige, die in Zusammenhang mit der Herstellung und dem Verkauf des illegalen Gebräus stehen, wurden festgenommen.

Schwarz gebrannter Schnaps ist in Indien deutlich billiger als legal produzierter Alkohol, aber zugleich sehr gefährlich.

112 Festnahmen wegen Kinderpornografie

Bei einem europaweiten Schlag gegen brutale Kinderpornografie im Internet sind in 22 Ländern 112 Verdächtige festgenommen worden. Der Einsatz unter dem Codenamen „Operation Ikarus“ richtete sich gegen Konsumenten und Anbieter „der extremsten Form von Videomaterial“, in dem unter anderem die Vergewaltigung von Kleinkindern und Babys gezeigt wird, wie die europäische Polizeibehörde Europol am Freitag mitteilte. Bei dem beschlagnahmten Videomaterial handele es sich um „die schlimmsten Bilder, die man sich vorstellen kann“, sagte Europol-Chef Rob Wainwright in Den Haag. Es sei mit weiteren Festnahmen zu rechnen, insgesamt gebe es bislang 269 Verdächtige. Die Ermittlungen laufen weiter.

Geständnis im Mary-Jane-Prozess



Der Angeklagte im Mary-Jane-Prozess hat vor Gericht sein Geständnis bestätigt. Vor dem Landgericht Meiningen räumte der 38-jährige Tino L. zum Prozessauftakt am Freitag ein, das siebenjährige Mädchen aus Zella-Mehlis im Juni in seiner Wohnung in der Badewanne sexuell missbraucht und es am darauf folgenden Tag mit einem Bademantelgürtel bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Dann habe er das bewusstlose Mädchen in einen Bachlauf gelegt, wo es ertrank.

Bereits nach seiner Festnahme Anfang Juli hatte der Mann die Taten gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord und schweren sexuellen Missbrauch vor.

16-Jähriger schießt auf zwei Männer

Ein 16-jähriger Junge aus Bottrop hat am Freitag gestanden, am Vorabend zwei Männer auf offener Straße niedergeschossen zu haben. Die 24 und 25 Jahre alten Brüder wurden schwer verletzt. Der ältere schwebte am Freitag noch in Lebensgefahr. Gegen den 16-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Motiv und Hintergründe der Tat blieben zunächst rätselhaft. Der mutmaßliche Täter habe in Begleitung seines Anwalts die Schüsse zugegeben, sonst aber kaum Angaben gemacht, sagte ein Polizeisprecher. In Bottrop wurde am Freitag spekuliert, dass die Tat ein Racheakt für eine heftige Massenschlägerei bei einer Hochzeitsfeier mit 200 Gästen am vergangenen Samstag gewesen sein könnte.