Im Frühjahr hat der Deutsche Meister im Präzisionsschnitt erstmals in Südbrandenburg der Öffentlichkeit angeboten, privaten Interessenten zu einem Zertifikat zu verhelfen, das ihnen einen fachgerechten Umgang mit der Motorsäge und die Genehmigung zum Holzfällen bescheinigt. In nur fünf Tagen theoretischer und praktischer Ausbildung sind die Absolventen dann dazu berechtigt, im Landeswald Holz einzuschlagen. Tödlich endende Unfälle beim Baumfällen hatten das Land dazu veranlasst, von Privatleuten einen Motorsägeschein zu verlangen. Seit vorigem Jahr gilt diese Forderung. Bisher war das deutschlandweit anerkannte Zertifikat nur in der Waldarbeitsschule in Kunsterspring in der Ruppiner Heide zu erwerben, jetzt auch in der Region. Im bereits dritten Lehrgang in der Greifvogelstation Oppelhain der Oberförsterei Hohenleipisch ist mit Katrin Vogel aus Großkrausnik die erste Frau dabei. "Sie stellt sich sehr gut an", sagt ein weiterer Lehrgangsteilnehmer - Alexander Maser aus Lauchhammer. Ausbilder Falko Göbert hat dem nichts hinzuzufügen. Mit Haiko John aus Elsterwerda und Heiko Mehnert aus Ponnsdorf ist der am Freitag zu Ende gegangene Lehrgang komplett.

Für die zierliche pharmazeutisch-technische Assistentin Katrin Vogel ist die Arbeit im Wald eine angenehme Alternative zu ihrer beruflichen Tätigkeit. Die 32-Jährige entgegnet auf die Frage nach der Kraft, die man doch wohl fürs Baumfällen benötige: "Was man braucht, ist Technik."

Im August sollen zwei weitere Lehrgänge zum Erwerb des Motorsägenzertifikates über die Bühne gehen, freut sich der 42-jährige Ausbilder. Bis zur Umstrukturierung des Landesforstbetriebes im vorigen Jahr hat er auch als Lehrausbilder gearbeitet. Nun ist er froh, seine Kenntnisse in Motorsägenkursen an Privatleute weitergeben zu können.

Kontakt: Greifvogelstation Oppelhain, Falko Göbert,

Telefon 035325 18232,

falko.goebert@affdob.brandenburg.de