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Gebühren für Meisterausbildung in der Kritik

Frankfurt (Oder). Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) forderte bei der Meisterfeier der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) die Abschaffung der Gebühren für die Meisterausbildung im Handwerk. "Während das Studium bis hin zum Doktortitel gebührenfrei ist, müssen Handwerksmeister für ihre Ausbildung bezahlen.

Das ist ungerecht, da muss es eine Gleichbehandlung geben", erklärte Gerber. Sein Ministerium setze sich mit aller Kraft dafür ein, dass die Gebühren abgeschafft werden. Bei der Feier der für die Region Ostbrandenburg zuständigen Handwerkskammer erhielten 78 Jungmeister ihre Meisterbriefe und elf Betriebswirte ihren Abschluss nach der Handwerksordnung. Zudem ehrte die Kammer 52 "Goldene" Meister aus 20 Gewerken.

"Mit dem Meisterbrief in der Tasche gehört Ihnen die Zukunft", rief der Minister den Jungmeistern zu. Die Voraussetzungen für eine Existenzgründung im Handwerk seien besser denn je. Um den Handwerksnachwuchs bestmöglich zu begleiten, habe das Wirtschaftsministerium vor zwei Jahren die Meistergründungsprämie wieder eingeführt. Mittlerweile wurden 178 Prämien beantragt.

Mit diesem Instrument fördert das Wirtschaftsministerium Gründungen ebenso wie Unternehmensnachfolgen.

Allein in Brandenburg stehen in den kommenden Jahren 6000 Unternehmensübergaben an. Darüber hinaus erhalten Meister neben der einmaligen Basisförderung von bis zu 8700 Euro zusätzlich bis zu 3300 Euro, wenn sie mindestens einen neuen Arbeits- oder Ausbildungsplatz schaffen. Dieses Geld sei gut angelegt.

Den "Goldenen" Meistern sprach Gerber seinen besonderen Dank aus. "Sie haben über 50 Jahre Qualität geliefert und Vertrauen aufgebaut. Sie haben junge Menschen zum Handwerk geführt und sie ausgebildet. Sie haben Arbeitsplätze geschaffen und sind tief in der Region verwurzelt", betonte der Minister. pm/abr