Die letzten sonnigen Herbsttage sind bald vorbei, an denen Tische und Stühle auf Terrasse und Balkon noch einmal ausgiebig genutzt werden konnten. Bevor die Stücke bis zum nächsten Sommer eingelagert werden, sollten sie aber gepflegt werden:

Putzen: Bevor die Möbel in ein Winterlager kommen, werden sie geputzt. Aber nicht mit dem Hochdruckreiniger, rät der Tüv Süd in München. Die Wucht des Wasserstrahls könne bei Kunststoff Mikro-Risse verursachen. Bei Möbeln aus Rohrkonstruktionen könne Wasser eindringen. Besser ist also Handarbeit mit Bürste und Schwamm, dazu Haushalts- oder Allzweckreiniger. Moos auf einer Liege wird vorher einige Zeit in Wasser eingeweicht.

Einlagern: Ob die Möbel besser im Freien oder im Haus überwintern, da sind sich die Experten nicht einig: Der Tüv Süd sagt, ein trockener Ort sei wichtig - dann sei die Lagerung auch unter dem Car-Port, im Holzschuppen oder Keller machbar. Von einer dauerhaften Lagerung im Freien unter einer Plane rät das Unternehmen ab. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) sieht das anders. Auch sei es egal, um welche Holzarten es sich handele. "Die Bäume stehen im Winter ja auch draußen", sagt VDM-Sprecherin Ursula Geismann.

Aber die Möbelexpertin rät, die Möbel unter eine atmungsaktive Folie zu geben. Sie wird am besten so befestigt, dass am Boden ein Spalt zum Lüften bleibt - sonst könne sich Schimmel bilden. Und die Füße dürfen nicht im Wasser stehen, sonst saugt das Material Feuchtigkeit auf.

Unbedingt in ein trockenes Winterlager müssen Polster, Kissen und der Sonnenschirm. "Auch wenn die Hersteller sagen, sie seien wasserbeständig, kann ich nicht empfehlen, die Polster im Freien zu lassen", sagt Geismann. "Es zieht immer doch Feuchtigkeit hinein." Bei Liegen oder Stühlen mit Segeltuch-Auflagen sollten die Verbraucher schauen, aus welchem Material die Fasern bestehen: Reine Kunststoffgemische dürfen draußen bleiben, Naturfasern müssen ins Haus.

Pflegen: Geölt oder lackiert werden die Gartenmöbel im Herbst nicht mehr. Sie müssen ja erst zum nächsten Frühjahr wieder vorzeigbar sein, erläutert Geismann. Sie rät, den Anstrich oder die Ölschicht grundsätzlich alle zwei Jahre zu erneuern.