Damit haben acht der zwölf Pinguine bereits einen Paten. Am Freitagnachmittag hatten sich alle sieben bisherigen Taufpaten für die Humboldt-Pinguine im Spreewelten-Bad eingefunden, um den Taufakt beim achten Pinguin mitzuerleben. Nach Lübben, Lübbenau, Potsdam, Kittlitz und Cottbus kamen die Paten erneut aus der größten Stadt im südlichen Brandenburg. "Alle 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens sind mächtig stolz, dass wir ein Pinguin-Mädchen als Patenkind bekommen werden", meinte Christine Rödiger, Geschäftsführerin vom Cottbuser Einkaufsunternehmen Galeria Kaufhof, und schaute sich im Becken die quirlige Schar der "Schwarzbefrackten" an. Mit an ihrer Seite auch Maxi Becker, Stellvertretende Geschäftsleiterin, und Evelin Mudring von der Abteilung Dekoration. Wer von den mopsfidelen Wassertieren nun die Auserwählte sein sollte, war auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Alle Pinguine hatten sich für den Festakt mit Frack und Krawatte schick gemacht und jagten mit hoher Geschwindigkeit durch das Salzwasser."Wir unterscheiden die Tiere nach dem Punktemuster auf dem Gefieder", so Tierpflegerin Laura Schäfer und ergänzte noch: "Dazu haben die Tiere auch noch eine farbige Markierung rechts oder links an ihrem Flügel." Die 22-Jährige hatte einst im Cottbuser Tierpark gelernt. Sei dem vergangenen Jahr ist sie mit Tierpflegerin Sabine Lowka für die zwölf Humboldt-Pinguine im Spreewelten-Bad Lübbenau verantwortlich. Badleiter Axel Kopsch hatte indes schon die Flasche Sekt geöffnet und einen großen Berg mit Heringen bereitgestellt. "Ich taufe dich auf den Namen ‚Christine‘", so Christine Rödiger, unter dem Beifall der vielen Dutzenden Zuschauer. Auch das Pinguin-Mädchen wurde unter all den anderen quirligen Frackträgern ausgemacht. "Christine" trägt zu ihrem Federnschmuck auch noch eine gelbe Markierung am linken Flügel. In den nächsten Wochen wird es auch im Kinderzimmer des Cottbuser Unternehmens Galeria Kaufhof über die Patenschaft mit "Christine" eine Information geben. Unter den Gästen weilte auch eine Delegation von der Förderschule in Kittlitz. "Unsere Kinder und Jugendlichen haben die Patenschaft über das Pinguin-Mädchen ‚Kitty Tupf‘ übernommen und sind ganz begeistert", sagte Schulleiterin Caroline Schulz. Auch die anderen Pateneltern machten sich auf die Suche nach ihren Schützlingen. "Bei der Geschwindigkeit ist es gar nicht so einfach, unsere ‚Tilly Pünktchen‘ zu finden", so Andreas Heinkel von der Geschäftsleitung der RUNDSCHAU. Mit dem Problem stand er nicht allein. Auch Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) und Helmut Wenzel (parteilos), Bürgermeister von Lübbenau, machten sich auf die Suche nach "Balduin" und "Polly". Die beiden Pinguine "Dakmar" und "Balduin" kümmern sich gegenwärtig um ihren Nachwuchs. Seit drei Wochen wechseln sich beide Tiere beim Brüten ab. Die Brutzeit beträgt etwa 43 Tage, sodass im Monat April durchaus noch mit Nachwuchs zu rechnen ist.Ab Montag wird es möglich sein, über eine installierte Kamera den Brutvorgang bei "Dakmar" und "Balduin" über www.spreeweltenbad.de beobachten zu können, wie die Geschäftsleitung mitteilte.