Der 20er-Jahre-Bob und Pilzköpfe sind in diesem Sommer wieder voll angesagt. Akkurate Konturen und klare Linien mit einem geometrischen Look sowie weiche Farben bestimmten in der kommenden Saison die Haarmode, sagte der Sprecher des Landesinnungsverbandes der Friseure und Kosmetiker Thüringen/Sachsen-Anhalt, Sven Heubel, am Sonntag bei der Präsentation der neuen Styles in Erfurt. "Der Trend geht zu schmalen Köpfen." Dabei sind präzise Schnitttechniken gefragt: Viele Retro-Anleihen kommen nicht ohne sogenannte Undercuts - rasierte Partien in der unteren Kopfhälfte - aus.

Lange Mähnen hingegen werden in weich fließende Wellen gelegt, während die Ansätze konsequent glatt bleiben. "Die Farben laufen dabei ineinander und werden von oben nach unten heller", sagte Heubel. Im Sommer würden warme und kalte Blondtöne gemischt und dominierten Brauntöne. "Schrille Farben wie ein starkes Rot sind dagegen out", sagte Heubel. Auch Strähnen seien in der kommenden Saison nicht gefragt. Das Make-up zur Haarmode kommt in leichten Pastellfarben daher; mit fliederfarbenen Lidschatten oder Aqua-Tönen. Die Lippen zieht Frau mit leuchtendem Flamingo-Rot oder gedeckteren Rosé-Tönen nach. Die Wimpern werden zurückhaltend betont, während die Augenbrauen stärker nachgezogen werden. Die Männer tragen die Haare wieder etwas länger. Der radikal-rasierte Military-Look sei aus der Mode, sagte Friseurin Susi Hoffmann. Angesagt sind ein galaktischer Look mit einem extrem kurzen Pony á la Mr. Spock oder ein romantischer Strubbelkopf, bei dem die Haare kunstvoll zu Berge stehen.