Den Warentestern ging es vor allem darum, wie sich der Schaum entwickelt, welche Konsistenz er hat und welches Hautgefühl die Bäder den Testerinnen schließlich bescherten. Egal, was sie kosten, und egal, ob sie sich Schaumbad, Pflegeschaumbad oder Cremebad nennen: Alle hinterließen einen guten Gesamteindruck. Die Probandinnen fühlten sich in allen getesteten Bädern wohl.

Preiswert bis luxuriös. Im Drogeriemarkt gibt es die flüssigen Badezusätze in Literflaschen für die ganze Familie schon für weniger als zwei Euro, zum Beispiel das Ombia Pflegebad von Aldi (Süd) oder das Cien Schaumbad von Lidl. Etwas mehr Luxus strahlt manche Flasche aus der Parfümerie aus, die optisch auch als Weihnachtsgeschenk etwas hermacht. Diese Zutaten zum Wannenbad sind zum Teil deutlich teurer. Für das Produkt Crabtree & Evelyn sind es zum Beispiel 16 Euro pro 250 Milliliter.

Duft von „angenehm“ bis „aufdringlich“. Beim Schnuppern an der Flasche gingen die Eindrücke der Probandinnen zum Teil weit auseinander. Duft ist ein besonderes Kapitel. Was für die eine „angenehm“ roch, konnte für die nächste Badende „aufdringlich“ oder gar „unangenehm“ sein. Hier muss jeder die eigene Nase befragen, damit das Vollbad auch wirklich zum vollen Genuss wird.

Was drin ist im Schaum. Die wesentlichen Inhaltsstoffe von Schaumbädern sind Wasser und Tenside. Diese waschaktiven Substanzen sorgen nicht nur für die Sauberkeit, sondern auch für die Schaumbildung. Gleichzeitig trocknen aber Wasser und Tenside die Haut aus. Um dem entgegenzuwirken, fügen die Hersteller den Bädern rückfettende, pflegende Substanzen zu. Zu viel davon beeinträchtigt aber den Schaum, schlimmstenfalls fällt er in sich zusammen.

Durchweg hautfreundlich und –verträglich. Die Kunst der Hersteller besteht darin, Schaumentwicklung und pflegende Eigenschaften ins Gleichgewicht zu bringen. Offensichtlich gelingt ihnen das, denn an der Hautfreundlichkeit und -verträglichkeit der schäumenden Badezusätze hatten die Probandinnen nichts zu bemängeln. Dennoch hatten etliche von ihnen den Wunsch, sich nach dem Baden einzucremen. Das empfehlen Hautärzte ohnehin: Nach jedem Bad sollte gecremt werden. Das gilt besonders für Menschen mit zu Trockenheit neigender, empfindlicher Haut.

Eukalyptusbäder angenehm bei Erkältung. Wer sich zu Beginn einer Erkältung ein Bad mit entsprechenden Präparaten gönnt, wird dessen wohltuende Wirkung spüren. Die verdunsteten Öle – etwa das Eukalyptusöl – reichern die Atemluft an und werden über die gesamte Hautoberfläche aufgenommen, schreibt Stiftung Warentest in ihrer Dezemberausgabe. „Auf den Verlauf der Erkältung haben sie ansonsten keinen Einfluss“, heißt es. Die Tester weisen außerdem darauf hin, dass Badezusätze mit Kampfer für Kinderhände unerreichbar aufbewahrt werden müssen. Kampfer könne bei versehentlicher Einnahme in großen Mengen schwere Nervenschäden bis hin zu Krampfanfällen und Koma auslösen.

Ausführlich in test 12/11 von Stiftung Warentestund unter www.test.de

Zum Thema:

Bade-TippsDie ideale Wassertemperatur liegt zwischen 36 und 38 Grad Celsius. Heißer sollte das Wasser nicht sein, sonst wird der Organismus übermäßig strapaziert, schreibt Stiftung Warentest. 20 Minuten Badedauer sollten selbst im wohligsten Wannenbad nicht überschritten werden, sonst trockne die Haut zu stark aus. Wer eine anregende Wirkung sucht, tue gut daran, schon nach zehn Minuten aus der Wanne zu steigen. Menschen mit gesundheitlichen Problemen – insbesondere Herzkrankheiten, hoher Blutdruck, Fieber, Ekzeme oder Krampfadern – sollten sich mit ihrem Arzt beraten, unter welchen Bedingungen ein Bad für sie angebracht ist, raten die Experten.