Hintergrund der Umstellung sind neue Rabattverträge zwischen Herstellern und Kassen, die dazu führen können, dass Versicherte Medikamente anderer Anbieter bekommen.

Bei einem Rabattvertrag erhalten Krankenkassen für Medikamente, die ihren Versicherten verordnet werden, vom Hersteller Nachlass auf den bundeseinheitlichen Apothekenverkaufspreis. Die Apotheke ist laut dem DAV verpflichtet, das von der jeweiligen Kasse vorgesehene Rabattarzneimittel abzugeben, wenn der Arzt nur einen Wirkstoff verschreibt oder den Austausch des auf dem Rezept genannten Medikaments erlaubt. Das neue Medikament muss den gleichen Wirkstoff, die gleiche Wirkstärke und die gleiche oder eine als austauschbar festgesetzte Darreichungsform haben, betont der DAV. Weitere Bedingungen sind eine identische Packungsgröße und die Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet.

Seit 1. Januar gelten Rabattverträge für die Kasse IKK Classic über rund 150 Wirkstoffe, für rund 80 Betriebskrankenkassen über mehr als 40 und den AOK-Verbund über mehr als 20 Wirkstoffe. Ab 1. Februar kommen mehr als 40 Betriebs- und Innungskrankenkassen mit mehr als 150 und die TK mit mehr als 20 Wirkstoffen hinzu.