: 2-24 S 40/11).

In dem Fall hatte ein Kunde im Internet eine Reise bei einem Veranstalter für sich und seine Familie nach Hurghada/Ägypten gebucht. Am gleichen Abend buchte er im Reisebüro einen Urlaub im selben Hotel im nahezu gleichen Zeitraum.

Der Veranstalter forderte eine Stornogebühr für eine der beiden Reisen. Das wiesen die Richter aber als unredlich zurück. So verstoße es gegen Treu und Glauben im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches, an beiden Verträgen festzuhalten. Es sei offensichtlich, dass der Kunde nur eine der Reisen wahrnehmen könne und anzunehmen, dass der Kunde versehentlich doppelt buchte.

Ein Urlauber könne auch nicht auf einem Angebot bestehen, dem ein offensichtlicher Fehler im Buchungssystem zugrunde lag. Ebenso sei es unzulässig, als Veranstalter auf der Gültigkeit einer klar erkennbaren Doppelbuchung zu beharren.