So sei es ratsam, bei einer Versetzung in eine teurere Gegend nicht von einer Gehaltserhöhung, sondern einer Gehaltsanpassung zu sprechen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte erst jüngst entschieden, dass Beamte in Städten keine "Ballungsraumzulage" erhalten müssen. Ein Münchner Polizist hatte geklagt, weil er sich nach der Versetzung aus seiner Heimat im Raum Bayreuth wegen der hohen Preise benachteiligt fühlte.
Arbeitnehmer sollten sich laut Wehrle nicht bloß über ihre Nachteile durch einen Wohnortwechsel beklagen, sondern müssten dem Chef klarmachen, welche Vorteile er durch den Umzug des Angestellten hat. So könne eine Gehaltserhöhung nicht als Mehrausgabe, sondern als Investition gelten. Dabei sollten Mitarbeiter durchaus selbstbewusst auftreten.
Grundsätzlich haben Arbeitnehmer aber keinen Anspruch auf einen Gehaltsausgleich, wenn sie durch die Versetzung in eine Großstadt höhere Lebenshaltungskosten haben. "Solche Dinge sind Verhandlungssache", sagt Jobst Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart. (dpa/gms/sh)