Gegen sie wird wegen des Verdachts ermittelt, ihre Tochter durch Unterlassen getötet zu haben. Sie sollen heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Vater hatte am Dienstagabend einen Notarzt alarmiert, der das offenbar ausgehungerte und stark unter Flüssigkeitsverlust leidende Mädchen in ein Krankenhaus einwies. Dort starb es kurz nach der Einlieferung.
Die genaue Todesursache soll heute durch eine Obduktion geklärt werden. Hinweise auf rote Flecken am Hals des Mädchens wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht kommentieren. Das fünfjährige Mädchen lebte mit ihren Eltern und ihrem acht Wochen alten Bruder in Plattenbau-Stadtteil Lankow. Zunächst hatte es geheißen, bei dem Geschwisterkind handele es sich um ein Mädchen.
Der Schweriner Sozialdezernent Hermann Junghans (CDU) räumte vor Journalisten ein, dass das Jugendamt anonyme Hinweise auf Probleme in der Familie gehabt habe. Diesen sei auch nachgegangen worden. Zwei Mitarbeiter des Jugendamtes hätten die Familie vor geraumer Zeit aufgesucht. Nach Prüfung der Akten sei nicht ersichtlich, dass die Mitarbeiter gegen die verwaltungsinternen Vorschriften, wie mit Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls umzugehen sei, verstoßen hätten. Zu weiteren Details wollte sich Junghans mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. (AFP/jt)