Außer den fünf deutschen Ärzten starb demnach auch der chinesische Busfahrer. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte zunächst nur den Tod von mindestens vier Deutschen der 19-köpfigen Ärztegruppe.

Drei weitere Deutsche liegen schwer verletzt auf Intensivstationen in Krankenhäusern in der Stadt Tianjin, wie ein Arzt des Wuqing-Volkskrankenhauses der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte. Den übrigen der insgesamt 14 Verletzten, darunter zwölf Deutschen, gehe es besser. "Ihr Zustand ist stabil", sagte der behandelnde Klinikarzt. Die meisten hätten Verbrennungen, Brüche oder Quetschungen erlitten.

Wie Xinhua berichtete, geschah der Unfall nur knapp zweieinhalb Stunden nach Ankunft der Reisegruppe auf dem Pekinger Capital Airport. Der Bus sei auf einen mit einem Container beladenen Lastwagen aufgefahen und in Flammen aufgegangen. Die Ärzte hätten ein Krankenhaus in Tianjin besuchen wollen. Die Teilnehmer der deutschen Reisegruppe stammen nach Angaben des Veranstalters aus Bayern und Baden-Württemberg.

Viele Autobahnen und Schnellstraßen in China waren am Wochenende wegen der Feiertage rund um den chinesischen Nationalfeiertag am gestrigen 1. Oktober überlastet. 85 Millionen Reisende fuhren am Sonntagnachmittag auf Chinas Autobahnen, berichtete Xinhua. Erstmals hatte die chinesische Regierung die Autobahnmaut für Privatfahrzeuge während der Feiertage ausgesetzt, was zu einem starken Verkehrsanstieg und zahlreichen Staus führte.