: 3 L 437/13.NW). Daruf weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

In dem verhandelten Fall ging es um einen Mann, der seinen Führerschein wegen Drogen am Steuer abgeben musste. Zwei Jahre nach dem Führerschein-Entzug trat er dann zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) an. Dort legte er mehrere Therapiebescheinigungen vor, aus denen hervorging, dass er sein Drogenproblem in den Griff bekommen hat - nur waren die gefälscht. Das kam aber erst heraus, als er seinen Führerschein schon wiederbekommen hatte. Also wurde dem Mann die Fahrerlaubnis erneut entzogen, wogegen er dann Widerspruch einlegte.

Ohne Erfolg: Eine positive Prognose setze eine stabile Drogenabstinenz voraus, so die Richter vom Verwaltungsgericht Neustadt. Diese erfordere, dass die Ursachen für den Drogenkonsum tiefgreifend aufgearbeitet wurden und eine Einstellungs- und Verhaltensänderung bei dem Betroffenen auf Dauer stattgefunden hat. Um das glaubwürdig zu belegen, hatte der Drogensünder mit den gefälschten Bescheinigungen die Richter nicht überzeugen können.