"Die reich verzierte Truhe stammt auf jeden Fall aus der Zeit vor 1720", sagt Merkel. Der Schmiedemeister führt das Alter auf eine umfangreiche Verriegelungstechnik der Truhe zurück. Im Deckel befindet sich ein aufwändiger Schließmechanismus, der von einer Verblendung verdeckt ist. Die alte Truheverfügt über acht verschiedene, mechanische Verriegelungen. Allerdings war offensichtlich der Schlüssel abgebrochen. "Der Bart des Schlüssels steckte noch im Schloss. Es war gar nicht so leicht, die Truhe aufzubekommen, ohne den historische Zustand zu verändern", so der Friedrichshainer Schmiedemeister. Neben einer umfangreichen Verblendung ist der alte Schließmechanismus auch mit einer verzierten Ornamentenplatte versehen worden. Das alterwürdige Stück hat eine Länge von 630 Millimeter, eine Tiefe von 360 Millimetern und eine Höhe von 400 Millimetern. Erhard Merkel gelang es, nach längerer Zeit mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl das historische Relikt, das leider leer war, zu öffnen.