Erst vor wenigen Jahren hätten Wissenschaftler herausgefunden, dass die Lignane des Baldrians ähnlich wie der körpereigene Botenstoff Adenosin wirken.

„Adenosin ist unser 'Drehzahlbegrenzer': Je mehr der Mensch aktiv ist, desto mehr Adenosin wird ausgeschüttet“, erklärt Mayer. „Dieser Stoff macht müde, sodass der Mensch gezwungen ist, sich auszuruhen.“ An der Schlaf fördernden Wirkung des Baldrians seien allerdings noch weitere Inhaltsstoffe beteiligt. Außerdem hätten neuere Studien gezeigt, dass eine Kombination mit Hopfen die Wirkung noch verstärken kann.

Außerdem gibt es folgende Empfehlung: Wer Baldriantee zubereitet, sollte darauf achten, dass der Tee am besten kalt angesetzt wird und möglichst lange, am besten mehrere Stunden, zieht. Nach dem Abseihen kann der Tee auf angenehme Trinktemperatur erwärmt werden. „Wer keinen Baldriantee mag, kann ihn mit einem Tee aus Melissenblättern und Lavendelblüten verfeinern“, rät Johannes Gottfried Mayer. Baldrian beeinträchtige nicht die Fahrtüchtigkeit, wie der Tüv Rheinland festgestellt hat.

www.klostermedizin.de