6,4 Millionen Fernsehzuschauer haben verfolgt, wie Robin Wersig ohne hinzuschauen ein Magisches Quadrat mit 64 Feldern im Rösselsprung löst. Anfangsfeld und Quersumme waren ihm dabei vorgegeben. Was die Prominenten kopfschüttelnd verfolgten und Schauspieler Axel Prahl als „sensationell“ bezeichnet, nennt er selbst „Schach Math“, eine Disziplin, in der er 2010 den Weltrekord eingestellt hat. Außerdem ist Wersig im Kalenderrechnen Vizeweltmeister.

Im Herbst war das ZDF auf ihn aufmerksam geworden. „Ich wurde gecastet und dann eingeladen, weil man meine Leistung für außergewöhnlich hielt“, erinnert sich Wersig. Bei der Aufzeichnung der Sendung in Berlin-Adlershof trat er gegen sechs weitere Kandidaten an, „die alle toll waren“, wie er sagt. Er habe aber schon gehofft, dass es für den Sieg reicht. In der ersten Reihe drückten dem Lausitzer Freunde, Kollegen und auch die Mutter die Daumen. „Das sind die Leute, die immer an mich geglaubt haben“, erklärt er mit Anspielung darauf, dass er wegen schlechter Mathenoten zum Sitzenbleiber in der Schule wurde und seinen Weg erst später fand.

Prof. Dr. Tobias Bonhoeffer, Direktor der Neurobiologie am Max-Planck-Institut, bescheinigte dem Finsterwalder in der Sendung „ein ungeheures Arbeitsgedächtnis“. Wie es funktioniert, dafür hatte er keine Erklärung. Robin Wersig behält seine Methoden für sich, auch bei der After-Show-Party, als Komiker Bernhard Hoecker ihm entlocken wollte, wie es geht, schwieg er dazu. Was der Erzieher mit dem Preisgeld von 25 000 Euro macht, weiß er noch nicht. Weil er gerade umgezogen ist, hat er sich erst einmal einen Staubsauger gekauft.