Das Tier habe ein "sehr ruhiges Schwimm- und Fressverhalten" gezeigt und ließ sich auch von einem in der Nähe fischenden Kutter nicht stören.
Die geschätzte Länge von zehn Metern sei telefonisch von einem renommierten dänischen Walbeobachter auf bis zu 15 Meter korrigiert worden. Finnwale werden bis zu 22 Meter lang und 70 bis 80 Tonnen schwer. Sie ernähren sich von Krill und kleinen Schwarmfischen, die wie etwa die Sprotten in den Förden vorkommen. Die flache Ostsee gehört allerdings nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum.
Nach Ansicht der Tierschützer sind zunehmender Unterwasserlärm, Verschmutzung und Überfischung in der Nordsee Ursache dafür, dass sich immer mehr Wale in die Ostsee verirren. Im vergangenen Sommer hatte ein "Henry" getaufter Finnwal für Aufsehen gesorgt, der tagelang in der Kieler und Flensburger Förde umher- schwamm. Der 13 Meter lange Wal legte dabei das gleiche Verhaltensmuster an den Tag wie ein Artgenosse, der 2003 dort mehrere Tage unterwegs gewesen war und selbst den Flensburger Hafen erkundet hatte. (dpa/uf)