Denn die neue Verkehrsader soll eine spürbare Entlastung der Ortsdurchfahrt Hänchen bewirken. "Ich freue mich darüber, dass nach 20-jähriger Variantendiskussion endlich Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird." Die hoch frequentierte Landesstraße zwischen Kolkwitz und Cottbus sei in Hänchen ein gefährliches Nadelöhr. "Die Straße ist teilweise so schmal, dass es schon im normalen Begegnungsverkehr schwierig wird", erklärt Handrow. Die Verkehrsader, die von Brummi-Fahrern auch zunehmend als Maut-Ausweichstrecke gewählt werde, hat weder einen begleitenden Fuß- noch einen Radweg. Zudem werde die Verbindung auch als Umleitung für die Autobahn genutzt. "Für die Realisierung der Ortsumfahrung Hänchen besteht nunmehr Sicherheit", konstatiert Handrow mit Blick auf den Landesstraßen-Bedarfsplan. Neben der Ortslage Hänchen werde mit dem Bau auch Kolkwitz-Süd künftig vom Verkehr entlastet. Das Nadelöhr dort liegt zwischen dem Gewerbegebiet Hänchener Straße bis zum Bahnübergang des Schienenweges nach Berlin.Diese Straßenachse gewinne auch in besonderem Maße an Bedeutung, da mit der weiteren Entwicklung des Technologie- und Industrieparks (TIP) Cottbus auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Cottbus-Nord die Verkehrsströme zunehmen dürften. Deshalb sei im engen Schulterschluss mit der Stadt Cottbus um eine umsetzbare Variante für die Ortsumfahrung gerungen worden, sagt Fritz Handrow. "Die konstruktive interkommunale Zusammenarbeit hat gezeigt, dass gemeinschaftlich einiges erreicht werden kann", stellt das Kolkwitzer Gemeindeoberhaupt fest. Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) setzt darauf, "dass der Landesbedarfsplan alsbald im Landtag beschlossen wird", damit die Planungen für die Baumaßnahmen kurzfristig beginnen können. Beide Verwaltungschefs versichern, sich auch weiterhin für die Straße stark zu machen. Denn der Investitionszeitpunkt hängt stark von den Prioritäten in der Fläche des Landes Brandenburg und von den finanziellen Möglichkeiten ab. Kathleen Weser