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Finanzieller Ausgleich nach wilder Ehe möglich

Brandenburg/Havel. (dpa) Auch bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften kann einem Partner nach der Trennung ein finanzieller Ausgleich zustehen. Allerdings müssen dafür bestimmte Bedingungen erfüllt sein: So muss der Partner durch erhebliche Beiträge das Vermögen des anderen Partners vermehrt haben, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Ausgaben im Rahmen des täglichen Zusammenlebens fallen nicht darunter. So lehnte das Oberlandesgericht Brandenburg Forderungen eines Mannes ab. Er wollte von seiner früheren Partnerin Ausgleich finanzieller Leistungen. Das Paar hatte bis zur Trennung im Haus der Partnerin gelebt. Da er während der Beziehung unter anderem Möbel angeschafft, einen Kamin gekauft und auch Geld in das Haus und das Grundstück gesteckt hatte, forderte er nun Geld zurück. Auch für den Kauf des gemeinsamen Hundes wollte der Mann einen Ausgleich. Insgesamt verlangte er rund 62.000.Euro. Ohne Erfolg.(Az.: 3 U 8/12)