Jede Menge Filme in Brandenburgs Filmstadt: Mehr als 20 Spielfilme und zahlreiche Serien sind ab dem morgigen Dienstag auf dem 1. Internationalen Filmfest Potsdam (7.-12. Oktober) zu sehen. Das Festival unter der Schirmherrschaft von Regisseur Volker Schlöndorff will den Medienstandort Potsdam stärken - aber auch ein Update der Ideen von Filmemachern der Zukunft geben. Zum Festivalende wird der "Adler in Gold" für den besten Spielfilm vergeben.

Es werden einige Serien-Piloten der Filmakademie Baden-Württemberg gezeigt, wie Filmfest-Geschäftsführer Benjamin Glückskind ankündigte. "Wir wollen sehen, wie wir im internationalen Kontext dastehen."

Auch internationale Serien kommen auf die Leinwand. Darunter einige Folgen aus Steven Sonderberghs US-Krankenhausserie "The Knick" und "The Third Eye" aus Norwegen, in der ein Polizist in seinen Träumen ein "drittes Auge" entwickelt, das ihm beim Lösen von Fällen hilft.

Der Eröffnungsfilm heißt "Glückskind" und ist zugleich eine Deutschlandpremiere. Die SWR-Produktion von Regisseur Michael Verhoeven erzählt die Geschichte eines Arbeitslosen (Herbert Knaup), der in einer Mülltonne einen noch lebenden Säugling findet und ihn am liebsten behalten würde. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Steven Uhly.

Im Wettbewerb um den besten Spielfilm laufen sieben Produktionen, darunter auch "Glückskind" und Fatih Akins Film "The Cut", der vom Völkermord an den Armeniern handelt. Das Festival soll jährlich stattfinden.