Er drohte eine Gefahr für den Autoverkehr und die naheliegende Eisenbahn zu werden.Um 12.22 Uhr wurde die Ort rander Wehr alarmiert, um ihn einzufangen. Wenig später wurden auch die Kameraden aus Kroppen zum Einsatzort gerufen.Doch die Aktion erwies sich in der Mittagszeit als nicht so einfach: Immer wieder gelang es dem schnellen und verängstigten Tier, den Männern zu entkommen. Sie versuchten, es mit ihren schweren Jacken zu bändigen. Da dies nicht glückte, wurde kurzerhand von den Sportanlagen an der Pulsnitzhalle in Ort rand ein Tornetz herangeschafft. Gut zwei Stunden vergingen, bis es schließlich gelang, den offensichtlich in guter Verfassung befindlichen Vogel an einem Zaun einzufangen."Dann sind die Fänger gut beraten, dem Laufvogel die Augen zu verdecken, damit er im Dunkeln steht. Mit einer Jacke vielleicht", rät Ronny Richter vom Straußenhof in Bärhaus bei Lauchhammer. "Wir haben in einem solchen Fall selbstgenähte Strümpfe, die wir Außreißern über den Kopf ziehen. Dann wird der Vogel unter den Flügeln gepackt und kann dorthin geschoben werden, wo man ihn haben möchte", erklärt Richter weiter. Seit gut neun Jahren züchtet seine Familie Strauße in Bärhaus, wo 48 Tiere zu Hause sind. Der Experte war bei der Fangaktion am Nachmittag zurate gezogen worden. Er hatte die Feuerwehrleute vor allem vor den scharfen Krallen des Tieres gewarnt. "Dabei hat es sich nicht um einen Strauß, wie anfangs vermutet, gehandelt, sondern um einen Emu-Hahn. Emus können immerhin bis 50 Kilometer pro Stunde laufen und haben drei Zehen", so Ronny Richter. "Strauße haben lediglich zwei", ergänzt der Experte. Bernd Töpfer