Der 29-jährige Firmengründer beschäftigt heute 24 Angestellte und liefert in weite Teile der Millionenstadt. Ein Hundemahl kostet dabei rund einen Euro; für 40 Prozent aller Inder ist dies mehr, als sie am Tag zum Leben haben.Khan hat sich das Geschäftsmodell der Dabbawallahs zum Vorbild genommen, der Essenskulis, die in Bombay Zehntausenden von Büroangestellten das Mittagessen liefern. Khan ging von Haus zu Haus, um für seine Idee zu werben. Die Hundebesitzer seien begeistert gewesen. Also notierte Khan zu jedem Hund die Daten, von der Rasse über die Größe zu den Futtervorlieben; er lernte das Wichtigste über Hundeernährung und sprach mit Experten über Tiergesundheit. "Ich verstand dann, dass die Hunde für ihre Besitzer wie ein Sohn sind, eine Tochter, ein Bruder oder eine Schwester. Sie behandeln sie mit sehr viel Respekt", sagt Khan. Sein erstes Futter teste er an Streunern aus seinem Viertel. Im Stil eines Pizza-Dienstes haben die Lieferanten Warmhalteboxen auf den Gepäckträgern, mit Firmenlogo und Bestell-Hotline. Inzwischen hat "Homecare Dogfood" einen Umsatz von umgerechnet 12 000 Euro. Die Nachfrage ist ungebrochen. Wählen können Hund und Halter aus Rind, Hund und Ziegenfleisch - und für Hindus gibt es vegetarische Alternativen.