Dabei gibt es Unterschiede zwischen den geforderten Mindestmengen. Ein "feiner" oder "Delikatess"-Feinkostsalat enthält in der Regel höhere Mengen der Hauptzutat als die Versionen ohne diese Bezeichnungen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Die Leitsätze sind zwar nicht rechtsverbindlich, geben aber wieder, worauf sich Hersteller unter anderem mit Behörden verständigt haben. Ein Fleischsalat muss zum Beispiel 25 Prozent Fleischanteil haben. Dieser muss Fleisch oder Fleischsalatgrundlage beinhalten und kann zusätzlich aus Brühwurst bestehen. Die Grundlage bezeichnet ein Gemisch aus Fleisch, Fett- und Bindegewebe.

Die "Delikatess"- oder "feinen" Versionen müssen zu einem Drittel aus diesen Zutaten bestehen. Gurken dürfen als einziges Gemüse in den Fleischsalat. In den Rindfleischsalat dürfen neben Zwiebeln, Erbsen und Paprika auch andere Zutaten. Rindfleisch muss zu 20 Prozent enthalten sein.

Auch im Fischsalat liegt die Mindestmenge an Fisch bei 20 Prozent. Weitere Zutaten sind erlaubt, etwa Obst und Eier. Die "Delikatess"- oder "feine" Version des Heringssalats muss mindestens 25 Prozent Hering enthalten, ein Krabbensalat mindestens 40 Prozent Garnelen. Hebt die Verpackung von Gemüse-, Pilz-, Obst- oder Eier-Feinkostsalaten eine Hauptzutat hervor, liegt ihr Mindestanteil bei 20 Prozent.