Die Wetterdienste der Region erwarten, dass er heute die Kaimaninseln erreichen wird. Morgen wird er nach den Berechnungen der Meteorologen über die Westspitze Kubas in den Golf von Mexiko eindringen. Zuvor hatte „Gustav“ auf der Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik erhebliche Verwüstungen verursacht. Insgesamt kamen durch den Sturm bislang fast 70 Menschen ums Leben, die meisten von Ihnen in Haiti. Viele Menschen gelten als vermisst.
Auf Jamaika hat der Wirbelsturm nach einem Bericht der Tageszeitung „Jamaica Gleaner“ zum Beispiel im Bezirk Portland ein Trümmerfeld hinterlassen. Dort, im Osten der Insel, seien in zahlreichen Gemeinden Dutzende von Dächern abgedeckt sowie Bäume und Strommasten umgeknickt worden. Hunderte von Einwohnern hätten ihre Wohnung verloren. Wie durch ein Wunder sei bislang niemand zu Tode gekommen. „Es ist eine totale Zerstörung überall“ , sagte Alston Hunter, Ratsmitglied der Stadt Manchioneal, der Zeitung.
Für heute bereitet sich der Westen Kubas auf den Sturm vor. Nach Berechnungen des Hurrikan-Zentrums in Miami im US-Bundesstaat Florida könnte sich „Gustav“ noch in der Nacht zu heute erneut zu einem Hurrikan verstärken.
Morgen oder am Montag könnte der Tropensturm nach Vorhersagen der Meteorologen den Golf von Mexiko erreichen und Mitte der kommenden Woche schließlich auf die Küste der USA treffen. Dort haben die Behörden vor allem im Bundesstaat Louisiana mit der Hauptstadt New Orleans mit umfangreichen Vorbereitungen zum Schutz vor dem Sturm begonnen. (dpa/das)

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