Zum Schuljahresbeginn betreuten Psychologen in der Grundschule der getöteten Achtjährigen vor allem die jüngeren Schüler. Sachsens Polizeipräsident Bernd Merbitz forderte die Eltern in einem offenen Brief auf, ihre Kinder zur Vorsicht gegenüber fremden Menschen zu erziehen.
Der Polizeisprecher erklärte, die Sonderkommission konzentriere sich bei ihren Ermittlungen auf drei Hauptbereiche. Demnach sucht die Spurensicherung weiter die Umgebung des Teiches ab, in dem die Leiche lag. Eine zweite große Gruppe von Kriminalpolizisten wertet die Hinweise aus der Bevölkerung aus. Ein dritte Arbeitsgruppe überprüft die Alibis von Sexualstraftätern, die der Polizei bekannt sind. Die Polizei dementierte Zeitungsberichte, dass bereits mit Phantombildern nach einem Täter gesucht werde. Es gebe mehrere Zeichnungen von unbekannten Männern, nach denen wegen Sexualdelikten gesucht werde. Das seien aber bisher nur "theoretisch mögliche Täter".
Am Wochenende wurden in der Nähe des Teiches, in dem die Leiche lag, Haare gefunden. Ob es Haare des Kindes sind, wurde weiterhin nicht gesagt. Vermisst werden immer noch die rosafarbene Jacke und die pinkgemusterte Tasche von Michelle, die sie trug, als sie am Montag vor einer Woche bei der Ferienbetreuung war und zuletzt lebend gesehen wurde. (dpa/ig)
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