August anberaumt worden", bestätigte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke am Montag der RUNDSCHAU. Falck und Verdi wollen einen gemeinsamen Tarif aushandeln. Im März hatten die Verdi-Mitglieder einen mit Falck abgestimmten Tarifvertrag abgelehnt. Differenzen gab es unter anderem über den Betriebsübergang vom vorherigen Betreiber, dem Deutschen Roten Kreuz, auf Falck und zu den Überstunden und Wechselschichtzulagen.

Die letzten Gespräche waren im April abgebrochen worden. Danach hatten beide Verhandlungsparteien versucht, einen neuen Termin zu finden. "Ursprünglich sollte es schon im Juni Gespräche geben", so Franke.

Auch die Gegenseite konnte den neuen Termin bestätigen. "Wir gehen mit dem gebotenen Optimismus in die Verhandlungen", sagte Falck-Pressesprecher Christoph Lippay am Montag.

Franke kündigte an, dass vor den Verhandlungen die Tarifkommission von Verdi tagen werde und die Gewerkschaft eine Mitgliederversammlung plane. "Dort werden wir unsere Verhandlungsposition noch einmal abstimmen", sagte er.

Unterdessen kann der Gewerkschaftssekretär berichten, dass einzelne Kollegen der Gubener Wache bereits Arbeitsverträge mit einer Besitzstandswahrung mit Falck geschlossen hätten. "Darin erkennt Falck den mit dem DRK vor der Betriebsübergabe geschlossenen Tarifvertrag für die Dauer eines Jahres an", sagte Franke. Insbesondere die Besitzstandswahrung bot zuvor den größten Konfliktstoff bei den bisherigen Verhandlungen.

Das DRK hatte im Oktober 2012 umfangreiche Zugeständnisse an die Beschäftigten gemacht. Falck kritisiert den damals geschlossenen Tarifvertrag. "Wenn ich von jemandem ein Haus kaufe, dann ist es doch auch nicht seriös, wenn der Verkäufer vor der Übergabe plötzlich noch alle Mieten auf null Euro senkt", sagte Falck-Berater Thilo Korn im April.

Ende Juni hatte das Cottbuser Arbeitsgericht der Klage eines Rettungsdienstmitarbeiters stattgegeben. Das Gericht sah den Betriebsübergang als rechtens an. Laut Auskunft der Gewerkschaft sind über den Verdi-Rechtsschutz derzeit noch 22 Verfahren zum Betriebsübergang an Falck anhängig. In Sachen Überstunden sind es noch fünf Verfahren.