Mit geringfügigen Verbesserungen für die Fahrgäste vollzieht der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) den Fahrplanwechsel am 15. Dezember in Berlin und Brandenburg. Davon profitieren vor allem Pendler in Ost- und Südbrandenburg, aber auch im Norden des Landes, wo der Prignitz-Express (RE6) zwischen Wittenberge und Neuruppin künftig auch an den Wochenenden im Stundentakt verkehrt. Wie der VBB am Dienstag mitteilte, wird das bestehende Angebot im Regional- und S-Bahnverkehr beider Länder weitgehend fortgeführt. Neuerungen gibt es dennoch: Die Deutsche Bahn nimmt ihre neue Fernverkehrslinie von Dresden über Berlin nach Rostock stufenweise in Betrieb. Dadurch erhält Oranienburg wieder Anschluss an den Fernverkehr – Reisende benötigen nach Angaben der Deutschen Bahn von dort rund eineinhalb Stunden bis nach Rostock. Zehn Fahrten bietet die Bahn anfangs täglich an, ab März sollen es 16 Fahrten im Zwei-Stunden-Takt sein.

RE10 schneller von Cottbus nach Leipzig

Kürzere Fahrtzeiten gibt es auch im Süden Brandenburgs. Von Cottbus nach Leipzig brauchen die Züge des RE10 künftig acht Minuten weniger und ermöglichen so zusätzliche Anschlüsse von Leipzig nach Gera. Die Abendverbindung von Cottbus nach Leipzig fährt neu im Takt gegen 21 Uhr ab Cottbus Hauptbahnhof.

Bei der Regionalbahn 24 steht ein zusätzliches Zugpaar zwischen Senftenberg und Lübbenau zur Verfügung. Abfahrt in Senftenberg um 22.38 Uhr, Rückfahrt ab Lübbenau gegen 0 Uhr.

Während beim RE1 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt in naher Zukunft keine Entspannung zu erwarten ist, justiert der VBB  bei der Berliner S-Bahn nach und schickt bei der S3 (Spandau – Erkner) Expresszüge auf die Schiene. Sie sollen morgens und nachmittags alle 20 Minuten zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof zum Einsatz kommen und halten nicht in Hirschgarten, Wuhlheide, Betriebsbahnhof Rummelsburg und Rummelsburg.

Bessere Taktung

Auf der Strecke Hoyerswerda - Görlitz wird der bisherige Zweistunden-Takt montags bis freitags durch zwei zusätzliche Zugpaare in den Hauptverkehrszeiten ergänzt. Dadurch entsteht früh und nachmittags ein Stunden-Takt. Konkrekt geht es um folgende Angebote: Hoyerswerda (ab): 7.31 Uhr und 15.31 Uhr; Görlitz (an): 8.25 Uhr und 16.25 Uhr; Görlitz (ab): 7.33 Uhr und 15.33 Uhr; Hoyerswerda (an): 8.25 Uhr und 16.25 Uhr.

Zwischen Görlitz und Weißwasser wird montags bis freitags ein Zugpaar zusätzlich bestellt. Der Zug Görlitz – Weißwasser fährt 22.43 Uhr ab und ist 23.19 Uhr in Weißwasser. Dieser Zug verbleibt in Weißwasser und fährt am nächsten Tag 4.35 Uhr nach Görlitz (Ankunft 5.14 Uhr mit Anschluss nach Zittau) zurück. Dass man am späteren Abend nicht mehr von Görlitz Richtung Weißwasser wegkommt, hat lange Zeit in der Kritik gestanden.

Ebenfalls mit der Fahrplanänderung tritt der neue Verkehrsvertrages zwischen ZVON, VVO, dem Liberecky und dem Ustecky Kraj mit der „Die Länderbahn GmbH DLB“ in Kraft.

Änderungen in Ostsachsen

Ziel der umfangreichen Änderungen im Ostsachsennetz ist der bessere Anschluss der Region an den Fernverkehr in Dresden. Da es aber noch Bauarbeiten im Bereich Dresden gibt, wird dies für den Reisenden erst ab Mai 2020 spürbar, so Sandra Trebesius.

Im neuen Fahrplan fahren montags bis freitags zwischen Görlitz und Dresden 17 statt bisher neun Regionalexpress-Züge je Richtung zwischen Dresden und Görlitz. Viele der zusätzlichen Verbindungen in Richtungen Görlitz werden dabei vom trilex umsteigefrei angeboten. Damit gibt es annähernd einen Halb-Stunden-Takt.

Dem ZVON ist es aufgrund des günstigen Vergabepreises auf das Angebot der DLB möglich, sogenannte Ausschreibungsgewinne in zusätzliche Angebotsleistungen zu transferieren.

Mehr Verbindungen gibt es auch über die Neiße. Das Angebot zwischen Görlitz und Zgorzelec wird im Zuge der innerpolnischen Elektrifizierung ausgebaut. Dazu werden die Regionalexpress-Züge bis nach Zgorzelec verlängert, wo der Anschluss in und aus Richtung Wrocław (Breslau) eingerichtet ist. Die ab Görlitz verkehrenden Regionalzüge nach Jelenia Gorá und Zielona Gorá bleiben bestehen.