Die Vielfalt der Angebote rief Erstaunen hervor. Sie sollen in das Veranstaltungsprogramm für ihre Reisegruppen aufgenommen werden. „Der Spreewald konnte auch im laufenden Jahr seinen Spitzenplatz im Tourismusbereich behaupten“, erklärte Peter Stephan, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Spreewald, bei der Marktanalyse vor den Versammelten.

Nicht nur der Tourismus-Experte, sondern auch die anwesenden Reiseleiter, Gästeführer, Kahnfährleute und Tourismusfachleute wissen, dass die touristische Spitzenposition nicht im Selbstlauf erreicht wurde und ohne Anstrengungen gehalten werden kann. So konzentrierten sich die Reisefachleute bei der diesjährigen Schulung auf das Kennenlernen und die Vorstellung neuer touristischer Sehenswürdigkeiten und Objekte sowie attraktiver Museen und Ausstellungsbereiche.

Obwohl das Besucherbergwerk Förderbrücke F 60 in Lichterfeld (Landkreis Elbe-Elster) bereits seit 2002 ein Anziehungspunkt für jährlich etwa 80 000 Besucher ist, wurden weitere Konzepte für die Gästegruppen vorgestellt. „Die zahlreichen Führungen, die vielen Abenteuer und die unterschiedliche Gastronomie können nun den Gruppen im Detail unterbreitet werden“, so der Veranstaltungsorganisator André Speri.

Karsten Feucht, Projektmanager beim „exkursio“ Besucherzentrum in Welzow, machte deutlich, dass den Reisegruppen verschiedene Erlebnis-Touren im Tagebau Welzow angeboten werden können. Dass diese Touren durch und über Kippenflächen mit Lastkraftwagen, Geländefahrzeug, Fahrrad oder zu Fuß bei den Urlaubern großes Interesse fanden, konnte Reiseleiter Karl-Heinz Neumann aus dem Lübbenauer Ortsteil Ragow in der anschließenden Gesprächsrunde bestätigen. „Meine Gäste sind von den Fahrten über Berg und Tal immer begeistert“, so der Spreewälder.

Wenn die großen und kleinen Gäste etwas selber herstellen möchten, sind sie beim Archäotechnischen Zentrum in Welzow richtig.„Wir zeigen Jung und Alt, wie früher Brote gebacken und Lebensmittel hergestellt, Waffen und Tonwaren gefertigt wurden“, berichtete der Leiter Dr. Hans Joachim Behnke.

„Es ist wichtig, dass die vielen Angebote gebündelt und klare Tourismuskonzeptionen erstellt werden“, meinte Reiseleiter Helmut Schulze, der schon 25 Jahre in der Tourismusbranche tätig ist.

Das würde auch auf die noch bessere Zusammenarbeit mit der Sorbischen Kulturstiftung in Cottbus zutreffen. Dabei will man sich noch stärker auf Vorträge über das slawische Volk konzentrieren. „Es ist wichtig, dass die Reiseleiter und die Touristen die Besonderheiten der sorbisch/wendischen Geschichte und Kultur noch umfassender kennen lernen“, erklärte Mitarbeiterin Milena Stock aus Cottbus.

Als die Tagung zu Ende war, gab es noch interessante Gespräche zwischen Grit Schwager aus Werben, Stephan Uhlig aus Calau, Marlene Jedro aus Leipe, Karin Brandt aus Lehde, Michaela Koalick aus Vetschau, Uwe Neumann aus Schlepzig und Jutta Küchler aus Lübben.