Der Fall sei aber untypisch für eine Serienmörderin, sagte der Kriminologie-Professor Jack Levin von der Northeastern University in Pennsylvania dem Nachrichtensender CNN.

Der Fall stellt auch die Ermittler vor ein Rätsel. Die junge Frau war im November zusammen mit ihrem frisch angetrauten Ehepartner wegen Mordes an einem Mann angeklagt worden, den sie über das Internet kennengelernt haben soll. Laut US-Medien bezichtigt sich die 19-Jährige darüber hinaus des dutzendfachen Mordes: "Als ich 22 erreicht hatte, habe ich aufgehört zu zählen", sagte sie einem Reporter der Zeitung "Daily Item" in Sunbury.

Die Morde will die junge Frau in den vergangenen sechs Jahren in Alaska, Texas, North Carolina und Kalifornien begangen haben. Der Experte Levin sagte dazu, der Körper des ermordeten Mannes sei in einem fremden Garten zurückgelassen worden - das sei untypisch für Serienmörder. Zudem seien nur wenige Serienmörder Frauen - und jene, die es seien, seien in der Regel älter. Der Anwalt der Angeklagten wollte ihre Aussagen laut CNN nicht kommentieren.

Dass die Morde mit dem satanistischen Kult zu tun haben sollen, wird dem Bericht zufolge von einer ganz anderen Seite angezweifelt: Gründliche Ermittlungen würden wahrscheinlich zutage tragen, dass die Kult-Geschichte reine Fiktion sei, kommentierte der Anführer der Satanisten-Gruppe "Church of Satan" in New York.