Der 84-Jährige kämpft deshalb seit Jahren um eine Neuberechnung seiner Altersbezüge. Wie es aussieht - ohne Erfolg. Das Sozialgericht Cottbus wies eine Klage ab. Auch wenn er mit seiner jetzigen Rente gut auskäme, finde er es ungerecht, dass seine geleistete Arbeit nicht so berechnet werde, wie sie es sollte.

Um in das Zusatzversorgungssystem zu fallen, so argumentiert das Bundesversicherungsamt in einem Antwortschreiben an Hahnewald, hätte er "unter den Geltungsbereich der Altersversorgung der technischen Intelligenz" fallen müssen. Die persönlichen Voraussetzungen erfülle er nicht.

Hahnewalds Lebenslauf liest sich allerdings anders: Der Diplom-Betriebswirt Hahnewald war von 1960 bis 1990 Leiter der Wirtschaftskontrolle des Braunkohlenwerkes Cottbus in Kittlitz. In diesen Jahren bildete er auch andere Ingenieure aus oder schrieb das Handbuch "Kalkulation des ökonomischen Nutzens". "Ich habe die Leistungen eines Ingenieur-Ökonomen erledigt."

Zusätzlich stützt Hahnewald seine Forderung auf ein Urteil des Landessozialgerichtes Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2004. Das Gericht stellte die das "Bergmannstreuegeld", das auch Hahnewald erhalten hatte, der Jahresendprämie gleich. Bei der Rentenberechnung müsste es also berücksichtigt werden, so Hahnewald.

Die Deutsche Rentenversicherung sieht das allerdings anders: Die Prämien seien lohnsteuerfrei gewesen und damit rentenrechtlich nicht relevant. Walter Hahnewald ist ratlos: "Was jetzt zu tun ist, weiß ich nicht."