Die Beobachtungen sollen auch Aufschluss geben über die Meeresverschmutzung.

Der mehr als eine Tonne schwere Satellit hob am Dienstagabend mit einer Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ab. Sentinel-3A erreichte seine Umlaufbahn in rund 800 Kilometern Höhe. Er sendete auch sein erstes Signal zur Erde. Sentinel-3A (englisch für: "Wächter") ist nach Sentinel-1A und Sentinel-2A der dritte aus der Satelliten-Reihe des europäischen "Copernicus"-Programms.

Die Satelliten haben unterschiedliche Aufgaben. Sentinel-1A war im April 2014 gestartet und kann das Wachstum von Reis erkennen, ein wichtiger Hinweis für die Erntevorhersage. Sentinel-2A hat die Gesundheit der Wälder und Pflanzen im Blick. Auch der neue Umwelt-"Wächter" hat mehrere Instrumente dabei. Der Missionsbetrieb soll nach Tests und Vorarbeiten in rund fünf Monaten eingeleitet werden.

Die Satelliten sind auf eine Missionsdauer von sieben Jahren ausgelegt, haben aber Treibstoff für weitere fünf Jahre an Bord. Auf Sentinel-3A sollen weitere Satelliten folgen. Ein baugleicher Sentinel-3B ist für 2017 geplant. Die Sentinel-Daten kann jeder kostenlos nutzen.