Der Mann des Spiels hieß Matthias Noack. Für den ESV geht es jetzt darum, diese Pleite schnell aus den Köpfen zu bekommen und den Fokus auf das nächste Heimspiel am Samstag gegen Mücheln zu legen.

Den Elsterstädtern war klar, dass Ausnahmespieler Matthias Noack direkt loslegen würde. Der Berliner entfachte nach verhaltenen ersten Vollen ein Feuerwerk und holte alles aus den anspruchsvollen Bahnen heraus. Unglaublich, dass seine gigantischen 964 Kegel, davon 368 Abräumer, schon zur Tagesordnung gehören. Exner zeigte einen soliden Auftritt, ging im Spielrausch von Noack aber fast schon unter. Das zweite Duell dominierte Günter Horn, der mit seinen starken 879 Kegeln bester ESV-Akteur war und seinem Gegenspieler 19 Kegel abnahm. Im Anschluss waren Wunderlich und Kube drauf und dran, den 79-Kegel-Rückstand zu egalisieren.

Hoffnung machte sich breit, nachdem beide 40 Kegel herausgeholt hatten. Doch schon auf der zweiten Bahn drehten die Gastgeber den Spieß wieder um und entschieden damit diese Begegnung. Der ESV kam nicht mehr heran und baute zum Ende immer weiter ab. Der einzige Lichtblick im Schlussdurchgang war Nachwuchstalent Paul Meyer, für den Uwe Scheibe angesichts der aussichtslosen Situation Platz machte. Der aktuelle brandenburgische U 18-Landesmeister strahlte absolute Ruhe aus und überzeugte mit 847 Kegeln bei seinem Bundesliga-Debüt. Sein Mitspieler Jens Horn fand hingegen überhaupt keine Einstellung zu dieser Partie und enttäuschte über alle Bahnen. Bei den Hausherren setzte Zinow mit hervorragenden 933 Kegeln den Schlusspunkt und sorgte für eine neue Heimbestleistung seiner Mannschaft.

Die Ergebnisse: Matthias Noack 964:866 Martin Exner, Thomas Prill 867:857 Thomas Wunderlich, Nico Gierspeck 875:842 Benjamin Kube, Wolfgang Zinow 933:738 Jens Horn, Dirk Uhlig 871:847 Paul Meyer.