Ein Augenzeuge sollte zuerst kontrollieren, ob ein bewusstlos zusammengebrochener Mensch noch reagiert und atmet. Dann sollte er unter der 112 den Notruf alarmieren oder jemand anders bitten, das zu tun. Atmet der Betroffene nicht mehr, gilt es als Drittes, ihn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wiederzubeleben. Dazu drückt man fest und mindestens 100-mal pro Minute die Mitte des Brustbeins des Bewusstlosen nach unten. Trainierte Ersthelfer sollten zusätzlich nach jeweils 30-mal Drücken zweimal von Mund zu Mund beatmen.

Weitaus mehr Menschen als bislang könnten vor dem plötzlichen Herztod bewahrt werden, wenn die Bereitschaft zur Ersten Hilfe größer wäre, verdeutlichen die Experten. Diese sei in Deutschland im internationalen Vergleich erschreckend niedrig: In nur 15 Prozent der Fälle fangen Laien vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen an. Oft spiele Angst vor Fehlern bei der Ersten Hilfe eine Rolle. Der einzige Fehler sei aber, nichts zu tun.

Der plötzliche Herztod ist den Angaben zufolge mit etwa 80 000 bis 100 000 Fällen eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ihm geht ein Herzstillstand voraus. Diesen überleben Betroffene in der Regel nur, wenn sie innerhalb von fünf Minuten eine Herzdruckmassage bekommen.

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