"Jetzt müsste eigentlich die Kasse aufgehen", sagt die Frau am Verkaufsstand der Touristinformation verwundert. Doch es dauert nur wenige Sekunden und ein paar Handgriffe, dann hält sie die ersten beiden Gutscheine für eine Dauerkarte der Deutschen Rosenschau 2013 in der Hand, um sie dem ersten Kunden zu übergeben. Der heißt Jürgen Goldschmidt (FDP) und ist Bürgermeister der Stadt Forst.

Das System kann von nun an jeden Interessenten in der Touristinformation der Stadt Forst mit den entsprechenden Gutscheinen versorgen.

Für Forster besonders interessant: die Dauerkarte. Im Vorverkauf kostet sie 35 Euro und berechtigt zum Eintritt zu allen Veranstaltungen der kommenden Rosengarten-Saison. "Für die Forster ist es eigentlich ein Geschenk", sagt der Bürgermeister. Denn heruntergerechnet auf die Anzahl der Veranstaltungen sei das etwa ein Euro Eintritt je Kulturangebot.

Die Gutscheine können nach Angaben der Verwaltung ab 1. Februar in die ab Saisonstart gültigen Tickets umgewandelt werden. Ab 1. Mai geht das auch am neuen Besucherzentrum auf der Wehrinsel. Die Tickets sind personalisiert. Der Besitzer wird vor Ort fotografiert, damit sein Konterfei auf die Eintrittskarte in Größe einer Scheckkarte gedruckt werden kann.

Laut Verwaltungsvorstand Sven Zuber geht ein gleichartiges System bei der Tourismus-Marketing Brandenburg in Potsdam in Betrieb. In Forst dürfte das System, das bei einer sächsischen Firma für etwa 20 000 Euro eingekauft wurde, weiter ausgebaut werden. So könnten künftig auch neue Kartensysteme für den Bäderbetrieb über das System laufen. Bewährt haben sich die Geräte bereits in Bad Muskau und bei den Schlössern in Potsdam.

Laut Sven Zuber soll der Kartenverkauf ab Januar auch über Internet möglich sein. Dann geht die Internetseite der Deutschen Rosenschau an den Start.

Die vom Bürgermeister erworbenen Karten gehen übrigens nach Heidelberg. "Ein Geschenk für meinen Bruder", verrät Goldschmidt (FDP).