Auf entlegenen und unwegsamen Strecken kann es eine Weile dauern, bis professionelle Hilfe eintrifft, sagt Volker Lischke. Deshalb sollte ein Erste-Hilfe-Set Pflaster, Wundverband, Rettungsdecke, Dreieckstuch und ein Kühlelement umfassen.

Zieht sich ein Wanderer eine Prellung oder Verstauchung etwa durch einen Sturz zu, befolgen er und seine Helfer am besten die PECH-Regel.

Der Buchstabe P steht für die Pause, die der Betroffene einlegen sollte, um das betroffene Körperteil nicht noch weiter zu belasten. E steht für Eis und heißt, dass die verletzte Stelle so schnell wie möglich gekühlt werden sollte. C wie Compression (Druck) meint, dass das betroffene Gelenk am besten durch einen elastischen Verband entlastet und stabilisiert wird. H bedeutet, das Körperteil hochzulagern. Danach sollten Helfer einen Notruf unter 112 absetzen.

Damit es gar nicht erst zu Bergunfällen kommt, empfiehlt der Mediziner gutes Schuhwerk, das bis über die Knöchel reicht und damit vor Umknicken und Stürzen schützt. Auch die eigene Kondition dürfen Wanderer nicht überschätzen, denn wer müde ist, stolpert schnell und kann nicht rasch genug reagieren, wenn er aus der Balance gerät. Um sich bei einsetzender Dunkelheit nicht in Gefahr zu bringen, ist es außerdem sinnvoll, eine Stirnlampe einzupacken.