| 02:37 Uhr

Ernüchternde Niederlage

Markus Kaiser und die Krieschower hatten auch gegen zehn Bernburger einen schweren Stand.
Markus Kaiser und die Krieschower hatten auch gegen zehn Bernburger einen schweren Stand. FOTO: Ohnrich/moh1
Oberliga. VfB Krieschow – Askania Bernburg 0:2 (0:0). T: 0:1 Hesse (69. Roland Scheumeister / rsm1

); 0:2 Fraus (87.); Z: 204; S: Nixdorf (Dresden); GRK: Hinrichsmeyer (Bernburg/38.); Krieschow: Pflug - Bernhardt, Lieschka (74.Hnyk), Hildebrandt, Kaiser, Konzack, Knapczyk, Dahm, Richter (66.Pehla), Karow, Hebler.

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Auch gegen lange nur zu zehnt spielende Bernburger reichte es für den VfB Krieschow in der Oberliga nicht zum ersten Punktgewinn.

Bei der 0:2-Niederlage dominierten zunächst beide Abwehrreihen das Geschehen. Zwar entwischte Hebler, von Dahm angespielt, seiner Doppelbewachung, doch sein Schuss wurde zur Ecke gelenkt (4. Minute). Indes pflückte Pflug eine Eingabe einem Angreifer vom Kopf (6.). Die Partie plätscherte dann zwischen den Strafräumen dahin, bis sich Hebler erneut losriss und im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Er trat selbst an, doch der Keeper flog in die richtige Ecke und parierte den scharfen Schuss.

Nach einem Foul bereits verwarnt, ließ sich Bernburgs Hinrichsmeyer erneut zu einem Foul hinreißen und bekam prompt die Ampelkarte zu sehen. Als sich dann Hebler erneut am Torwart vorbei spielte und zu Fall kam, sah dies der Schiri nicht als elfmeterwürdig.

In Überzahl versäumten es die Krieschower, sich echte Chancen herauszuspielen. Richter wurde geblockt (51.), und einen Freistoß Heblers durch die Mauer hielt der Torwart (56.). Die Gäste meisterten den personellen Nachteil mit geschicktem und schnellem Umkehrspiel und kamen zu immer gefährlicheren Angriffen. Per Distanzschuss gelang ihnen die Führung. Ein weiterer Ball aus der Ferne knallte an die Latte. Nun völlig verunsichert, lief beim VfB nicht mehr viel zusammen. Ein guter Angriff über Dahm brachte nichts, und mit einem Konter wurde die VfB-Abwehr nochmals düpiert.

Bernburgs Trainer Karsten Oswald (einst Zweitligaprofi in Dresden, Chemnitz und Erfurt) bedankte sich nach dem Spiel für die herzliche Aufnahme in Krieschow, sah aber seine Truppe, speziell in der ersten Halbzeit, sehr kritisch: "Wir waren vor dem VfB gewarnt und hatten dann Probleme, uns auf ihn einzustellen. Krieschow hatte Pech, dass der Elfer verschossen wurde. Kompliment aber an meine Jungs dafür, was sie in Unterzahl in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben." Sein Gegenüber Toni Lempke zeigte sich enttäuscht: "Diese Niederlage tut weh, weil wir zunächst unsere Möglichkeiten nicht nutzten und nach der Pause aus unserer Überzahl nichts gemacht haben. Es hat nichts geklappt. Für uns heißt es nun: weiter ordentlich trainieren, um dann in Stendal erstmals zu punkten." Auf die kritische Frage eines Zuschauers bei der Pressekonferenz, warum Hebler, obwohl er schon mehrfach Elfer verschoss, immer wieder antreten darf, antwortete Lempke: "Nicht der verschossene Elfer war schuld, sondern unsere hohe Fehlerquote und unsere Schwierigkeit, das Spiel zu machen."