Das Gremium, das die Ursache der Flugzeugkatastrophe mit 154 Toten aufklären soll, muss sich vorwerfen lassen, der Presse vertrauliche Emittlungsergebnisse zugespielt zu haben. Verkehrsministerin Magdalena Alvarez kündigte an, sie werde dafür sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Alvarez wies zugleich den Vorwurf zurück, ihr Ministerium habe der Presse die Informationen zugespielt. Einzelne Mitglieder der Kommission hatten aus Protest gegen die Veröffentlichungen das Gremium verlassen. In den Medien war unter anderem der Entwurf des vorläufigen Berichts der Untersuchungskommission aufgetaucht. Die Zeitung "El País" veröffentlichte zudem in ihrer Online-Ausgabe ein Video des Absturzes sowie Tonmitschnitte der ersten Notrufe. Der zuständige Ermittlungsrichter forderte das Blatt auf, den Film nicht länger zu zeigen. Die Zeitung weigerte sich jedoch und verwies auf das Recht auf Informationsfreiheit. Die Spanair-Maschine war am 20. August nach dem Start abgestürzt und in Flammen aufgegangen. 154 Menschen starben.dpa/das