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| 16:40 Uhr

Gedenken im KZ-Außenlager
Erinnerung über Generationen und Grenzen hinweg

SCHLIEBEN. 74 Jahre nach der Befreiung der Häftlinge KZ-Außenlager Schlieben-Berga fand am vergangenen Wochenende in der Gedenkstätte ein Tag der offenen Tür mit einer Kranzniederlegung und Führungen durch die Ausstellung und das Außengelände statt.

Zahlreiche Schliebener und weitere Gäste haben die Gedenkstätte am Samstag besucht. Zu ihnen gehörte auch der Staatskanzleichef der Landesregierung Brandenburg Martin Gorholt. Er rief während der Gedenkveranstaltung zu großer Wachsamkeit und entschiedenem Handeln gegenüber „jedem Anflug von Rassismus, Menschenverachtung und Gewalt“ auf. „Wir Heutigen sind in der Pflicht und Verantwortung. Wir müssen zusammenstehen gegen rechtsrevisionistische Kräfte, Neonazis, Terroristen. Wir müssen unsere Demokratie, unsere Verfassung, unsere Menschlichkeit schützen. Dafür ist Erinnerungskultur entscheidend“, sagte Martin Gorholt.

Der Chef der Staatskanzlei würdigte das Engagement vieler Überlebender und Angehöriger: Den Mitgliedern des Vereins Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga dankte er für ihr bisheriges Engagement.

„Der Verein leistet Großartiges: Er hält den Kontakt zu Überlebenden und ihren Familienangehörigen in vielen Ländern der Welt, er betreut die Besucherinnen und Besucher. Er hat es geschafft, dass die Gedenkstätte ein würdevoller Erinnerungsort geworden ist. Schlieben-Berga steht heute für aktive und engagierte Erinnerungsarbeit über Generationen und Grenzen hinweg, sagte Martin Gorholt in Schlieben.

Das Außenlager war das drittgrößte von über 136 Außenanlagern des Konzentrationslagers Buchenwald. Hier wurden Panzerfäuste gefertigt.