Januar 2015 in Kraft. Für die acht Monate bekommen Familien pro Kind also 32 Euro nachgezahlt.

Bei Pfändungsschutz-Konten (P-Konto) sind Nachzahlungen und erhöhte Kindergeldbeträge in der Regel automatisch vor Gläubigern geschützt, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dieser Schutz gilt aber nur für maschinell erstellte Nachzahlungen, die im Oktober überwiesen werden, warnen die Verbraucherschützer. Die Familienkassen nutzen dafür den Textschlüssel KG2015NZ. Mit dem Code erkennen die Programme der Banken und Sparkassen die Überweisung als Kindergeld-Nachzahlung und erhöhen dann automatisch die Freibeträge.

Bei rund fünf Prozent aller Empfänger werden Kindergeld und Nachzahlung aber manuell berechnet und zum Teil schon vor Oktober überwiesen. Dann fehlt die Kennzeichnung als geschützte Gutschrift. Um den Pfändungsschutz der Nachzahlung müssen sich Eltern in diesem Fall selbst kümmern. Betroffene sollten bei einer entsprechenden Zahlung Kontakt mit dem Kreditinstitut aufnehmen: Bei Bedarf müssen Nachweise vorgelegt werden, dass es sich um eine geschützte Gutschrift handelt. Liegt ein individueller Freigabebeschluss vor, der den bisherigen Kindergeldbetrag einschließt, muss eine Anpassung an die neuen Kindergeldbeträge beantragt werden.