Mehrere Hundert Menschen, darunter Vertreter der Landesregierung, aber auch aus Winnenden, wo es 2009 einen Amok-Lauf gab, erinnerten am Donnerstag an die Menschen, deren Leben innerhalb weniger Minuten ausgelöscht wurden.

Verlesen wurden die Namen der zwölf Lehrer, zwei Schüler, der Sekretärin und des Polizisten, die von einem 19 Jahre alten Ex-Schüler erschossen worden waren.

Das Schulmassaker war das erste dieser Dimension in Deutschland. Der Täter tötete sich nach dem Blutbad selbst. Das Tatmotiv konnte nie geklärt werden.

"Der 26. April 2002 hat auf grausamste Weise gezeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist", sagte Wieland Krispin als Vertreter der Schüler. Eine Schülerin, die das Massaker 2002 als Abiturientin erleben musste, berichtete, wie gut ihr die Umarmungen teils wildfremder Menschen damals getan haben. "Mehr braucht es nicht, um sich nicht allein zu fühlen", sagte sie.

Lehrer und ehemalige Schüler verbanden das Gedenken mit der Mahnung, Schule zu einem besseren Ort zu machen, niemanden mit seinen Problemen alleinzulassen. Gefordert wurde ein schärferes Waffenrecht.