Medien berichteten von einem Opfer in Bengkulu und zwei Toten in Padang. Die indonesische Westküste war nach Angaben des US-Erdbebenzentrums „USGS“ zunächst von einem Erdbeben der Stärke 8,2 erschüttert worden. Weitere Erdstöße folgten, darunter Nachbeben der Stärke 6,0 und 6,2. Indonesische Behörden hatten nach dem ersten Beben eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die rund zwei Stunden später aufgehoben wurde. Später gab es eine zweite Warnung, auch diese wurde aber kurz darauf wieder aufgehoben.
Erhebliche Schäden habe es vor allem in der Provinz Bengkulu gegeben, sagte Waluyo von der Geophysik-Behörde in Jakarta. Etliche Häuser seien zerstört worden. Ein Polizist berichtete einem Radiosender, er habe ein dreistöckiges Haus einstürzen sehen. Überall seien Menschen in Panik auf die Straße gerannt und von der Küste in höher gelegene Regionen geflüchtet. Der Strom fiel aus, die Telefonnetze brachen zusammen. Der Erdstoß war hunderte Kilometer weit bis nach Singapur und Malaysia zu spüren.
Vor der Westküste Sumatras hatte auch das Epizentrum des verheerenden Bebens Weihnachten 2004 gelegen, das den Tsunami mit mehr als 230 000 Opfern auslöste. Das Beben hatte die Stärke 9,0. Die Erdstöße erschütterten auch die Provinz Banten in Westjava. In der 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Jakarta schwankten Hochhäuser, Menschen liefen in Panik auf die Straßen. (dpa/jt)