Rund 3,4 Millionen Filterkaffeemaschinen gehen pro Jahr über den Ladentisch. Die Stiftung Warentest hat 22 Modelle zu Preisen von 18 bis 196 Euro unter die Lupe genommen. Komplett prüften die Tester 14 Maschinen mit Glaskanne, von denen es sieben Modelle auch mit Thermoskanne gibt und eines von Rowenta, das nur mit Thermoskanne erhältlich ist.

Der Geschmackstest. Der wichtigste Prüfpunkt ist der Geschmack des Kaffees. Große Unterschiede gibt es nicht. Meist entspricht der Kaffee dem Durchschnittsgeschmack. Sieben Maschinen weichen davon etwas ab. So ist der Kaffee der Modelle von AEG, Aldi, Krups-ProAroma und Petra schwächer. Die Brühungen der Krups T8 und der Rowenta Milano sind dagegen stärker. Bei der Tefal hält der Nachgeschmack etwas länger an.

Ideal für Mokka-Liebhaber. Die Krups T8 arbeitet als einzige im Test nach dem Druckbrühverfahren. Ähnlich wie bei einer Espressokanne wird das heiße Wasser mit Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Im Unterschied zu den anderen Kaffeemaschinen kommen hier Rundfilterblätter zum Einsatz. Die Krups T8 ist ein Klassiker, die mit ihrem starken, mokkaähnlichen Kaffee etliche Fans hat. Schwächen, wie das relativ schnelle Abkühlen des zunächst sehr heißen Kaffees und die gewöhnungsbedürftige Handhabung, müssen ihre Anhänger dafür in Kauf nehmen.

Wasser einfüllen oft schwierig. Zu einem täglichen Ärgernis könnte bei einigen Maschinen das Einfüllen des Wassers werden. So stören bei der Severin der enge Wasserbehälter und die schlecht ablesbare Markierung. Bei der Krups T8 sind die seitlichen Stege im Weg. Die Einfüllöffnung der Philips ist ebenfalls eng, der Tank lässt sich hier aber abnehmen. Am besten lassen sich die Siemens und die Technivorm befüllen. Bei diesen Geräten und bei der Bosch sind die Markierungen am Wasserbehälter auch gut zu erkennen.

Gehaltvollerer Kaffee bei voller Kanne. Ein Problem ist bei Kaffeemaschinen nicht neu, ärgert aber trotzdem: Je nach gebrühter Tassenzahl schmeckt der Kaffee unterschiedlich. Die Warentester haben den Extraktgehalt des Kaffees gemessen, der bei acht Tassen meist höher als bei drei Tassen ist. Das heißt, die Familie kann bei einer Kaffeetafel einen gehaltvolleren Kaffee genießen als der Kaffeetrinker, der sich zwischendurch nur mal drei Tassen aufbrüht. Bei der Rowenta Milano schmeckt der Kaffee bitterer, wenn eine größere Menge zubereitet wird. Bei drei Tassen ist er deutlich ausgewogener. Eine gleichbleibend gute Kaffeequalität liefert nur die Melitta Enjoy.

Aromaschalter-Funktion geprüft. Die Modelle von AEG, Bosch, Melitta, Philips, Siemens und Tefal verfügen über einen Aromaschalter, der die Kaffeestärke beeinflusst. Bei Braun und Technivorm kann der Nutzer damit allerdings nur die Heizleistung der Warmhalteplatte verändern.

Stromverbrauch kontra Warmhalten. Die Maschinen von Siemens und Tefal fallen mit einem recht hohen Stromverbrauch beim Warmhalten auf. Dafür bleibt mit ihnen gebrühter Kaffee am besten heiß. Auch die Philips geht nicht besonders sparsam mit Energie um. Außerdem kritisieren die Tester bei diesem Modell „laute Gurgelgeräusche“.

Ausführlich in test 12/2011 von Stiftung Warentest

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ExpertentippIm Ergebnis ihrer Filterkaffeemaschinen-Prüfung empfiehlt Stiftung Warentest in ihrer Dezember-Ausgabe test folgende Produkte: „Gut und günstig ist die Melitta Enjoy 100201 für 25 Euro. Sie brüht sowohl bei kleiner als auch bei großer Tassenzahl einen guten Kaffee. Ebenfalls gut und 25 Euro teuer ist die Severin KA 41563. Der Wasserstand ist bei dieser Maschine aber schwer zu erkennen. Das gleiche Problem hat die ansonsten gute Unold 28031 für nur 18 Euro. Am besten in der Handhabung sind die Kaffeemaschinen von Siemens TC 86303 und Bosch Styline TKA 8013. Sie kosten mit 94 und 75 Euro aber deutlich mehr.“ www.test.de/kaffeemaschinen